Journalistenpreis
der Volksbanken und Raiffeisenbanken, Spar- und Darlehnskassen in Rheinland und Westfalen
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Die Jury
  Dr. Ulrich Bittihn
Vorstandsvorsitzender des Fachausschusses Marketing der Kreditgenossenschaften in Rheinland und Westfalen

Helmut Dahlmann
Landesvorsitzender des Deutschen Journalistenverbandes NRW

Jürgen Dörmann
"Haus Busch", Journalistenausbildung Hagen

Harald Heuer
Stellvertrender Leiter der Journalistenschule Ruhr, Essen

Wolfgang Jüngst
WISO-Redakteur, Zweites Deutsches Fernsehen

Wolfgang Kleideiter
Stellvertretender Chefredakteur,
Westfälische Nachrichten

Jens Reddeker
Redakteur, Neue Westfälische/nw-news.de

Claudia Schall
Chefredakteurin, Radio Köln

Horst Schreiber
Stellv. Vorsitzender des Fachausschusses Marketing der Kreditgenossenschaften in Rheinland und Westfalen

Dr. Julian Stech
Preisträger 2004 und Leiter
der Wirtschaftsredaktion des General-Anzeigers, Bonn

Ulli Tückmantel
Preisträger 2007 und Leiter des Ressorts "Report" der Rheinischen Post, Düsseldorf

Dr. Thorsten Weiland
Pressesprecher des RWGV

Georg Weishaupt
Preisträger 2004 und Redakteur des Handelsblatts, Düsseldorf
Thema Preis/Preisträger Teilnahme Initiatoren Kontakt

Initiatoren
 


Volksbanken und Raiffeisenbanken,
Spar- und Darlehnskassen:
Banken mit Idealen

Volksbanken und Raiffeisenbanken, Spar- und Darlehnskassen sind Wirtschaftsunternehmen, doch erschöpft sich die Philosophie nicht in betriebswirtschaftlichen Maximen. Genossenschaften sind Mitte des 19.Jahrhunderts aus dem Gedanken der solidarischen Selbsthilfe entstanden, der bis heute unser Selbstverständnis prägt: „Die Förderung des Erwerbs oder der Wirtschaft ihrer Mitglieder“ ist Zweck und Ziel einer jeden Genossenschaft. So heißt es im Genossenschaftsgesetz. Der Dienst am Mitglied und Kunden ist damit die Richtschnur des Handelns der genossenschaftlichen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Spar- und Darlehnskassen.

Wie sich das Wirtschaftsleben und die Menschen von Region zu Region unterscheiden, so variieren auch die Bedürfnisse der Bankkunden und damit die Anforderungen an die örtliche Bank. Darauf stellt jede Volksbank Raiffeisenbank ihre Geschäftspolitik und ihr Angebot ein. Der direkte Kontakt zu den Menschen, die große Marktnähe vor allem zu den mittelständischen Unternehmen vor Ort prägen die Persönlichkeit der einzelnen Bank. Die Banken sind verankert in ihre Region. Dazu zählt auch das aktive Engagement für gemeinnützige Anliegen vor Ort.


Miteigentümer, Träger und Kunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken, Spar- und Darlehnskassen sind ihre Mitglieder. Als Miteigentümer sind sie Kapitalgeber und Gewinnbeteiligte. Als Träger sind die Mitglieder in den demokratischen Entscheidungsprozess des Unternehmens eingebunden: Auf der General- oder Vertreterversammlung hat jedes Mitglied eine Stimme – unabhängig von der Höhe seiner Kapitalbeteiligung. Als Kunden schließlich steht den Mitgliedern das Produkt- und Leistungsspektrum ihrer Bank und des FinanzVerbunds zur Verfügung.

Genossenschaften: Eine Idee mit Geschichte

Als Demokrat und liberaler Wirtschaftspolitiker war Hermann Schulze (1808 –1881) aus dem sächsischen Delitzsch überzeugt, dass der Weg aus der Krise nur ohne Staatshilfe dauerhaft erfolgreich sein könne. 1849 gründete Schulze-Delitzsch mit der „Schuhmacher-Association“ die erste Genossenschaft, die auf den Prinzipien der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung beruhte.

Ein Jahr später rief er den „Vorschussverein “ und damit den Vorläufer der heutigen Volksbanken ins Leben. Die Beiträge der Mitglieder bildeten das Eigenkapital, die solidarische Haftpflicht machte den Verein kreditfähig. So löste der Zusammenschluss das Problem der Kreditbeschaffung und sicherte die Selbstständigkeit des einzelnen Mitglieds.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818 –1888) setzte mit dem „Brodverein“ von Weyerbusch im Westerwald und ähnlichen Gründungen ab 1846 zunächst auf das karitative Element, um die Not der Landbevölkerung zu lindern. Er gelangte aber bald zu der Überzeugung, dass die Selbsthilfeeinrichtung dem Wohltätigkeitsverein überlegen war, denn hier nahmen die Betroffenen ihr Schicksal in die eigenen Hände.

Mit den „Dahrlehnskassen-Vereinen“, die auf den gleichen Prinzipien wie die Gründungen Schulze-Delitzschs beruhten, setzte er diese Erkenntnis um. In der ländlichen wie in der gewerblichen Wirtschaft nahmen die Genossenschaften eine rasante Entwicklung: Im Jahr 1914 betrug ihre Gesamtzahl mehr als 34.500, darunter 19.000 Kreditgenossenschaften.

Der von Schulze-Delitzsch und Raiffeisen geschaffene neue Unternehmenstyp wurde zum Vorbild für gleichartige Gründungen in der ganzen Welt.


(gekürzt aus: „Profil, Leistung, Werte" BVR 2004)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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